Wie wurden damals Informationen weitergegeben

Vor über 50.000 Jahren wurde ein Faustkeil benutzt, um Geschichten in den Stein zu ritzen.
Oder es wurde mit Naturfarben auf Felsen gemalt. So wurden die Bilder über
tausende von Jahren die einzige Verständigung. Zur Zeit der Römer wurde der antike
Zinn und Blei dazu verwendet, auf Wachstafeln, Papyrus oder Pergament zu schreiben.
Bis ins das späte Mittelalter wurde Blei, Silber und Zinn verwendet, um damit zu zeichnen
oder zu schreiben. Erst Mitte des 15. Jahrhunderts wurde in England das Graphit entdeckt
und brachte einen Wandel in ganz Europa.
Im Mittelalter lernten vorrangig die Mönche und die Adligen das Lesen und Schreiben.
Der Zugang zu einer allgemeinen Bildung begann erst später. Erst ab dem 16/17. Jahrhundert
wurde allmählich die Schulpflicht eingeführt.

Die Geschichte des Druckens liegt sehr weit zurück. Schon im vierten Jahrhundert vor Christus
gab es den Blindprägedruck mit Roll- und Stempelsiegeln. Ab Anfang 1000 wurde der Druck
mit beweglichen Lettern entwickelt. Dies wurde mit gebranntem Ton gelöst.
Ca. zwei Jahrhunderte später um 1200 wurden diese durch Holz, Kupfer, Blei oder
Messing ersetzt. Um 1400 Wurde der Holzschnitt erfunden. Der Durchbruch gelang
Johannes Gutenberg. Der Druck mit beweglichen Lettern aus Blei. Er benutzte die erste
bekannte Druckpresse, eine Spindelpresse. Oft wurden hierfür Weinpressen umfunktioniert.
Die Entwicklung ging weiter, um die Qualität und die Geschwindigkeit der Ausdrucke
zu steigern. Der Vorreiter der mechanischen Druckmaschinen war die Tiegeldruckmaschine.
Sie wurde 1810 von dem Deutschen Friedrich König unter dem Namen Schnellpresse patentiert.
Diese Entwicklung ging fortan weiter, von der Maschine zum Automaten. Heidelberger
Druckmaschinen heute ein nicht mehr wegzudenkender Maschinenhersteller im Grafischen Gewerbe.
Baute bis 1960 ausschließlich Maschinen für den Buchdruck. Weltweit bekannt wurde der
Heidelberger Tiegel. Dieser wird noch heute von Druckereien eingesetzt um Druckprodukte
zu veredeln. Wie zum Beispiel Heißfolienprägungen. Prägungen, etc. Aus diesem Druckverfahren
wurden mit der Zeit eine Vielzahl von Arten entwickelt.

Die Buchbinderei, Weiterverarbeitung der Druckprodukte

Früher wurden Bücher meist nur in Klöstern geschrieben. Die Mönche verarbeiteten das
Geschriebene eigenhändig zu Büchern und dekorierten diese auch.
Den Beruf des Buchbinders gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht, da die Bücher in
nur geringen Stückzahlen gefertigt wurden, somit auch kein gewerblicher Gewinn erzielt
werden konnte, der für den Lebensunterhalt ausreichen konnte. Erst später haben die Klöster
auch externe Auftragsarbeiten ausgeführt. Und begannen gegen Ende des 15. Jahrhunderts
mit dem gewerblichem Einsatz.
Heutzutage ist dies nicht mehr mit dem klassischen Buchbinder zu vergleichen.
Durch die hohen Auflagen und die Schnelllebigkeit werden die Handbuchbinder kaum noch
benötigt. Die industrielle Fertigung findet heute mit Falzmaschinen, Zusammentragmaschinen,
Heftmaschinen oder Klebebindern statt. Der Planschneider schneidet mehr als
1000 Bogen Papier gleichzeitig zurecht, welche dann in die weitere Verarbeitung übergehen.
Die Bücher werden in hohen Auflagen so stündlich produziert, um den heutigen
Bedarf zu bewältigen. Der Beruf des Buchbinders umfasst sehr viele Verarbeitungsgänge.
Nicht nur handwerkliches Geschick ist bei Ihm gefragt, sondern auch mathematische Kenntnisse
sind heute nicht mehr wegzudenken. Durch den Wegfall der Einzelfertigung stiegen die Ansprüche
an die kostengünstigste Verarbeitung ebenfalls an. Genau wie der Drucker muss der Buchbinder
die Nutzenberechnung, und alle, vor allem, die DIN Normen der Formate genauestens kennen.
Die Buchbindung als solches erfolgt heute als Drahtheftung (Rückendrahtheftung, Ösenheftung) mit
jeweils zwei oder auch vier Klammern im Rücken. Der Bucheinband in einem Vollumschlag erfolgt
über eine Heißleimung. Hotmelt genannt. Der Rücken der zusammengetragenen Seiten wird
gefräst, mit heißem Leim benetzt und ein 4-seitiger Vollumschlag wird um die Seiten gepresst.
Es werden die verschiedensten Papiersorten verwendet, diese muss der Buchbinder genauestens
kennen, damit er die eventuellen Schwierigkeiten der Verarbeitung vorhersehen kann.

Das Corporate Design bei Firmen und Vereinen

Das Firmenerscheingsbild auch Corporate Design, im Kurzem CD genannt, steht für das
einheitliche Erscheinungsbild eines Unternehmens, Vereines oder jeglicher Organisation.
Hauptsächlich betrifft dies die Gestaltung für Kommunikationsmittel. Es soll ein
einheitliches Erscheinungsbild sicherstellen und somit den Wiedererkennungswert des
Unternehmens gewährleisten. Gerade bei einem hohen Verbreitungsgrad ist der
Wiedererkennungswert wichtig um ein erfolgreiches Branding zu erreichen.
Es werden verschiedene Elemente bei einem CD festgelegt. Das Logo, dass wohl wichtigste
als erstes ersichtliche Signet. Die Hausschrift, welche auch auf Briefbogen, Visitenkarten
oder anderen dem Unternehmen repräsentierenden Druckprodukten verwendet wird. Das
Farbkonzept. Das Zusammenspiel der Farben mit anderen Elementen. Der Abstand es Textes,
die Schriftgröße, die Platzierung und der Abstand von Text zu Bildern und die Bildgrössen.
Ebenfalls die Positionierung des Logos. Zum Beispiel wird festgelegt, dass ein Logo bei
Druckprodukten immer einen Abstand 10 mm vom Rand haben soll. Jedoch wenn die Größe des
Gedruckten eine Größe von X überschreitet ein Abstand von 10 mm * Faktor Y haben soll.
Die festgelegten Regeln können sehr Umfangreich sein. Zum Beispiel bei dem Internetauftritt,
oder anderen Werbeformen. Plakatwerbung, Fernsehwerbung und anderen Medien. Auch können
Bilder einen entscheidenden Wiedererkennungswert liefern Oft werden bestimmte Bilder
auch in ein Logo integriert. Diese Bilder werden dann in Teilen oder als Ganzes in
anderen Werbekampagnen wiederverwendet. Dieses vorher festgelegte Zusammenspiel alles Elemente
gewährt der Firma schon bei kurzem hinsehen eines Konsumenten die Reflektierung der Firma.
Oft werden zuvor viele Studien geführt, welche Farben oder Bilder die Zielgruppe des
Unternehmens ansprechen und aus diesem wird ein Konzept für das CD entwickelt.
Das CD wird je nach Aufwand und Größe in ein Buch zusammengeführt. Alle werbewirksamen
Maßnahmen, bzw. jeder nach außen sichtbare Auftritt wird exakt nach diesen Richtlinien
ausgeführt.

Die wohl häufigsten betroffenen Werbemittel sind

  • Webauftritte
  • Briefpapier
  • Visitenkarten
  • Stempel
  • Flyer
  • Plakate
  • Banner
  • Schilder
  • Fahnen
  • andere Werbemittel (Feuerzeuge, Becher, etc. )
  • Außenauftritte allgemein

Der Digitaldruck

Der Digitaldruck ist die neueste Entwicklung im Bereich der Herstellung von Druckprodukten.
Anders als beim Offsetdruck kann hier jeder Druckbogen einen anderen Text erhalten.
Dies ist zum Beispiel für Mailings oder andere Werbemaßnahmen sehr entscheidend.
Ebenfalls können Nummerierungen in einem Vorgang aufgebracht werden. Dies erfolgte bisher
im Buchdruck. Die fertig gedruckten Bogen wurden mit einem Nummerierwerk fortlaufend bedruckt.
Auch gab es die Vorgehensweise bei den Offsetdruckmaschinen, welche eine spezielle
Vorrichtungen hierfür hatten. Ebenfalls eignet sich der Digitaldruck Bestens für Kleinauflagen.
Wie zum Beispiel auch hier die klassischen Visitenkarten. Eine Produktion ab einem Exemplar
stellt somit heutzutage keine Probleme mehr dar.
Beim Offsetdruck mussten Druckplatten belichtet werden, diese wurden in die Maschine
eingesetzt, die Platten wurden zueinander ausgerichtet und die Farben wurden auf
das Druckbild abgestimmt. Bis zum fertigen ersten Druckbogen sind somit hohe Einrichtungs-
und Materialkosten notwendig gewesen. Der Digitaldruck funktioniert so wie ein normaler
Drucker im Büro. Es werden weder Einrichtung noch andere teuren Arbeitsgänge mehr benötigt.
Die Qualität der Digitaldruckmaschinen recht mittlerweile an die der üblichen
Offsetdruckmaschinen heran. Jedoch bei höheren Auflagen ist eine Offsetdruckmaschine immer
noch nicht zu ersetzen. Die Druckbogengröße ist jedoch bei dem meisten Digitaldruckmaschinen
eingeschränkt. Das gängigste Format hier ist SRA3 (320 x 450 mm). Viele Papierhersteller haben
für den Digitaldruck extra eigene Papiere angefertigt, die den hohen Temperaturen in der Maschine
standhalten können. Anfänglich kam es dadurch zu einem sehr hohen Verzug des Papieres, da
jedes Papier eine Laufrichtung und Wasser enthält.

Der wohl meiste Anwendung findet der Digitaldruck im personalisierten Druck. Oder bei
der Produktion von geringen Stückzahlen, jedoch mit einer hohen Anzahl von Seiten.
Zum Beispiel ein Fotobuch. Dies möchten Sie in Ihrem Bekanntenkreis verschenken.
Es sollen 10 Bücher erstellt werden, jedoch mit einer Seitenzahl von 40 bunten Seiten.
Diese Umsetzung wäre zu der Zeit von reinem Offsetdruck unerschwinglich gewesen. Jedoch
durch die des Digitaldruckes auch für Privatpersonen interessant geworden und gerne als
Geschenk umgesetzt.

Die Euroskala / CMYK

Die Euroskala auch CMYK genannt ist ein subtraktives Farbsystem, das bei dem heutigen modernen Offsetdruck
eingesetzt wird. Die Werte CMYK stehen für die Farbbestandteile. CYAN, YELLOW, MAGENTA, KEY (schwarz).
Um die Farben exakt abzubilden, benötigen diese farben, genauso wie RGB Farben Farbprofile. Das CMYK-Farbmodell
kann alle denkbaren Farben simulieren. Die Farbwerte werden in % angegeben. 0% bedeutet unbedruckt und 100% bedeutet
demnach Vollton Bedruckung. Alle erdenklichen Massenauflagen, Broschüren, Illustrierte, Tageszeitungen werden mit
den Euroskalen gedruckt. Durch die festgelegten Farbprofile werden die Bilder in die entsprechenden Skalenfarben
aufgesplittet und erreichen somit beim Druck eine möglichst dem original am nahekommenste Farbwiedergabe.
Es gibt für die Kalibrierung der Druckvorstufe und der Farbmessung beim Druck verschiedene Geräte, welche dem Drucker
oder Druckvorlagenhersteller “Mediendesigner” zur Hilfe stehen. Das am Mesiten eingesetzte ist das Densitometer. Hier wird
die Farbdichte gemessen. Die Farbe KEY (schwarz/black) ist beim Offsetdruck meist eine Skelettfarbe. Diese bringt in
das Druckbild den nötigen Kontrast. Wenn Sie in einem Druckbild den Farbton grün sehen, ist dieser nicht mit grüner Farbe
gedruckt. Die Farben werden gerastert. Ein grosser Punkt wird zum Beispiel in viele kleine Punkte aufgeteilt. Je weiter die
Punkte auseinanderstehen, und je kleiner die Punkte sind, desto heller wird die Farbe wahrgenommen. Diese kleinen Punkte
können Sie sehen, wenn Sie bei einer gerduckten Broschüre ganz nah herangehen und die Bilder betrachten. Um auf den Wert grün
zurückzukommen. In dem Fall werden Blaue und gelbe Punkte nebeneinander plaziert. Die Rasterung wird so durch die
Computer vorgenommen, dass die Punkte niemals alle aufeinander liegen, sondern sie werden in einem ganz bestimmten Winkel
zueinander gedreht und nebeneinander verschachtelt. Der optische Effekt dabei ergibt den Ton Grün. Mehr blau ergibt dann
ein dunkleres, und mehr Gelb ein helleres Grün. Diese Farbtechnik wird auch bei den Visitenkarten eingesetzt.
Bei allen Druckprodukten die im CMYK Modus gedruckt werden. Zu beachten ist hierbei generell. Es lassen sich farbmetrisch
keine korrekten Buntfarben effektiv nachstellen. Ebenfalls ist das bedruckte Material, zum Beispiel das Papier meist nicht reinweiß.
Da die Druckfarben lasierenede Farben sind und die Rasterung das Material ebenfalls durchscheinen lässt,
beeinflusst der Farbton des Materials auch die dargestellte Farbe.

Eine Encapsulated Postscript-Datei (EPS-Datei) erfüllt besondere Anforderungen und ist eine Grafikdatei
in der Seitenbeschreibungssprache PostScript. Das besondere Merkmal einer EPS-Datei ist,
es enthält immer nur eine Seite. Diese Datei kann Grafiken, Illustrationen und andere Bausteine enthalten.
Auch Schriften können eingebettet sein. Für eine Darstellung als Platzhalter kann eine Voransicht
mit niedriger Auflösung eingebettet werden.

Die Farbsysteme

Beim Drucken ist die Farbdarstellung ein komplexer Vorgang.
Der RGB-Farbraum:
Drei Lichtfarben bilden durch das additive Mischen von Rot, Grün und Blau die Farbwahrnehmungen
nach. Diese werden in der Digitaltechnik verwendet. Sie kennen dies aus der Digitalfotografie.
Auch die Bilder auf Ihren Webseiten enthalten Bilder im RGB Modus.
Das Problem für das drucken bedeutet, dass diese Farben erst in CMYK
(Cyan, Magenta, Yellow, Key) umgewandelt werden müssen. Durch das umwandeln
werden diese Lichtfarben in Druckfarben umgewandelt und deren optischer
Eindruck nachgeahmt. Leider können niemals 100% gleiche Farbwahrnehmungen erreicht werden.

Das CMYK Farbsystem:

Dies ist ein subtraktives Farbmodel. Hier werden die Abkürzungen der Druckfarben verwendet.
C-M-Y-K. Aus diesen vier Farben (Prozess/Skalenfarben) werden im Offsetdruck alle möglichen
Farben erzielt. Die gängigsten Prospekte die Sie kennen, wie die Tageszeitung, oder
Illustrierte werden mit diesen nur 4 Farben gedruckt.
Sollen jedoch brillantere Farben erzielt werden, werden sogenannte Sonderfarben eingesetzt.
Diese gibt es in zwei gängigen Modellen. HKS- und Pantonefarben. Die HKS Farbpalette erstreckt
sich über fast 100 Echtfarben. Die Pantone Farbpalette jedoch weist einen viel größeren
Farbraum und erfreut sich daher einer großen Beliebtheit bei Werbeagenturen.
Da hier brillantere Farben dem Standard abweichend dargestellt werden können. Da sich diese
Farben außerhalb des erreichbaren Farbbereiches der Skalenfarben befinden, ist der Einsatz dieser
Farben in manchen Fällen nicht zu umgehen.

Graustufen:

Diese Halbtöne entstehen, wenn der Farbton dunkler als Weiß und heller als Schwarz ist
und die Grundfarbenanteile gleich sind. Die Menschen haben die Fähigkeit ca 500 Graustufen
wahrzunehmen. In den meist verwendeten Farbsystemen werden jedoch nur 256 reine Grautöne
verwendet. Druckartikel in Graustufen werden nur mit Schwarz gedruckt.
Es werden Raster angewendet. Jedes Bild wird in kleinste Punkte aufgelöst und mit verschiedenem
Abständen aneinander gereiht. Je größer der Punkt und je näher beieinander,
desto dunkler wird der Farbton wahr genommen.

Gutenberg und die Erfindung des Buchdrucks

Jeder kennt den Namen Johannes Gutenberg, jedoch die wenigsten kennen seinen bürgerlichen Namen Johannes Gensfleisch.
Er wurde um 1400 in Mainz geboren und verstarb am 03. Februar 1948. Er gilt als Erfinder des modernen Buchdrucks, das
heißt der druck mit beweglichen Lettern. Ebenfalls der Druckpresse im klassischen Sinne. Johannes Gutenbergs Buchdruck
verbreitete sich rasant in Europa. Durch die Anwendung von beweglichen Lettern konnten schneller als je zuvor die Bücher
gesetzt und produziert werden. Gutenberg entwickelte eine ganz neue Art von Legierung für die Lettern.
Diese bestanden aus einem Gemisch aus Zinn, Blei und Antimon. Eine Art ölhaltige Tinte. Ebenfalls eines Gießintrumentes
für den Handgebrauch. Er führte diverse Techniken zusammen und ermöglichte so die Massenproduktion von Büchern. Eine
automatisierte Methode des Druckens wurde erfunden. Die erste maschinelle Herstellung. 1997 wurde diese Erfindung
des Buchdrucks von dem US Magazin Time Life zu einer der bedeutendsten Erfindungen des zweiten Jahrtausends gekürt.
Ebenfalls wurde er von A&E Networks zum Mann des Jahrtausends auserwählt.
Neu war bei seiner Erfindung unter anderem die Lettern im Repliken Verfahren aus Guss herzustellen. Die Lettern bestanden
aus einer besonderen Legierung. Er fertigte aus hartem Metall für alle Buchstaben des Alphabetes eine Patrize “Form”,
diese waren erhaben und seitenverkehrt. Diese wurde danach in Kupfer geschlagen. Diese eingeschlagene Form bildete
dann die Matrize. Sie war eine Negativform der Buchstaben. Mit Hilfe des Gießinstrumentes wurde dann die flüssige
Legierung gegossen. Die fertigen Lettern wurden nach Erkalten auf gleiche Höhe gebracht und in Setzkästen sortiert.
Die Lettern konnten so, alphabetisch sortiert. Je nach Bedarf aus dem Setzkasten entnommen werden und in dem Spannrahmen
einsortiert werden. Die Buchstaben wurden seitlich mit Hilfe eines Winkelhakens an die Gegenseite des Rahmens gepresst.
So konnte nach der Fertigstellung des Buches “Textes” die Buchstaben fixiert werden und konnten sich nicht mehr bewegen
oder verrutschen.. Ebenfalls konnten auf diese Weise auch Abkürzungszeichen, Satzzeichen oder Symbole erstellt werden.
Diese Art von Druck bezeichnet man Hochdruck. Dieser fertige Rahmen wurde dann für die Vervielfältigung benutzt.
Er wurde in eine Spindelpresse eingespannt. Durch eine Drehbewegung wurde der Rahmen gleichmäßig nach unten auf
das Papier gepresst. Das Papier befand sich auf einer Art beweglichen Karren, welcher dazu diente, das Material zu
wechseln.Die Druckfarbe zu der Zeit, eine dünnflüssige Farbe eignete sich zwar auch für den Buchdruck, jedoch
Gutenberg entwickelte eine Emulsion aus Leinölfirnis und Ruß. Diese Farbe war weitaus zähflüssiger und hatte eine besseres
Trocknungsverhalten als die bisher verwendeten Farben. Dies ermöglichte eine schnellere Produktion der Vorder- und
Rückseite des Papieres. Johannes Gutenberg verwendete neben dem Öl Brot auch noch andere Zutaten, wie Terpentin,
Harz Pech, schwarzes Pech, Zinnober, Schwefelkies, Galläpfel, Harz, Vitriol, Schellack und andere. Zu dieser Zeit wurde
nur die Farbe Schwarz verwendet. Die weiteren Einfärbungen erfolgten nachträglich.

Das Hochdruckverfahren

Dieses mechanische Druckverfahren zeichnet sich dadurch aus, dass alle zu druckenden Teile erhaben sind,
während die nicht zu drucken Teile tiefer liegen. Das Druckbild wird unmittelbar auf den zu
bedruckenden Stoff abgegeben. Daher muss auf dem Druckträger das Motiv oder der Text in spiegelverkehrter
Form abgebildet sein. Dies nennt man ein direktes Druckverfahren. Für den Druck ist die Oberfläche
und deren Beschaffenheit wichtig. Ist die Oberfläche rauer, bestimmt dies die Farbabnahme beim aufwalzen
und bei der Abgabe an den zu bedruckenden Stoff. Nehmen wir eine Kupfer und eine Eisenplatte.
So gibt die Kupferplatte weitaus mehr Farbe wieder ab, wobei die Eisenplatte sehr viel Farbe zurückhält.
Doch es gibt noch ein weiteres Material, welches als Druckplattenmaterial eingesetzt wird.
Es sind die Wickelplatten. Diese werden vor allem im Letter Set eingesetzt. Es ist eine flexible
fotopolymere Hochdruckplatte. Diese werden aus den Vorlagen der Negativfilme hergestellt. Jedoch ist
bei diesem Verfahren eine Zurichtung notwendig, damit eine gleichmäßige Farbauftragung auf den zu
bedruckenden Stoff gegeben ist. Dies geschah früher noch per Hand, heute jedoch wird dies mit einer Folie
umgesetzt. Die Zurichtung selber wird chemisch durchgeführt. Sie fragen sich nun sicher, kann ich die Druckverfahren
unterscheiden? Sind meine Visitenkarten oder Flyer mit diesem Druckverfahren gedruckt worden?
Das Druckbild des Hochdrucks ist durch den starken Abdruck der Quetschränder der einzelnen Lettern oder
Druckkanten erkennbar. Auf der Rückseite lassen sich Schattierungen des Druckbildes erkennen.
Doch wird heute der Hochdruck kaum noch angewendet. Im Gegensatz zum Offsetdruck ist die Erstellung
der Druckplatten um ein mehrfaches teurer. Ebenfalls ist die Einrichtung zeitaufwändiger und die Lagerung
der Platten viel platzintensiver. Heutzutage werden nur noch sehr anspruchsvolle Drucksachen in diesem
Verfahren hergestellt. Wie zum Beispiel hochwertige Kunstdrucke im künstlerischen Bereich. Die Rotationsdruckmaschinen
funktionieren nach dem Prinzip des Rund in Rund Druckes. Das Papier läuft zwischen dem Gegendruck und dem
Druckträger hindurch. Ebenfalls gibt es die Möglichkeit des direkten Schön und Widerdruckes. Hier wird die Rückseite
des Bogens direkt in einem Durchgang mitbedruckt. Die Druckleitung dieser Maschinen liegt bei bis zu 32.000
drucken pro Stunde. Oft sind schon die Verarbeitungsschritte an die Maschinen angeschlossen.
Wie Nummerierung und Falzeinheiten. So ist es möglich die Produktion weitgehenst zu automatisieren
und kostengünstigst zu produzieren.

Die Visitenkarte, auch Besuchskarte genannt.

Früher wurde die Visitenkarte, auch Besuchskarte genannt.
Sie wurde bei dem Besuch bei Adligen der Empfangsdame oder dem Diener gegeben.
Die Visitenkarten hatten verschiedene Zwecke. So dienten Sie zum Beispiel bei
höflichen Veranstaltungen dem Zeremonienmeister der Ankündigung des Gastes.
Heutzutage werden Visitenkarten meist für berufliche Zwecke verwendet. Sie
beinhalten die wichtigsten Informationen der Person und des Unternehmens, welches
sie repräsentieren. Wie zum Beispiel der Name, der akademische Grad, die Funktion
im Unternehmen. Ebenfalls wie die Firma und deren Sitz mit den üblichen Kontakt-
möglichkeiten wie, Telefon, Telefax und Email. Durch das Zeitalter des Internets und
der Smartphone bekamen auch die Internetadresse und der QR Code immer mehr Bedeutung.
Der CR Code Beinhaltet alle wichtigen Informationen in einer Grafik, welche durch
das Abfotografieren mit einem Smartphone in die Adressdatenbank automatisch übernommen
werden können. Durch diese neue Technik ist die Visitenkarte zwar immer noch nicht
wegzudenken, jedoch kann man dieser technischen Errungenschaft eine höhere Kurzlebigkeit
der Karte beimessen. Die Variationen der Visitenkarten sind gänzlich verschieden.
In Deutschland haben Sie ein Format von 55 x 85 mm, hier wird darauf geachtet, dass Sie
in ein Portemonnaie ohne Aufwand Platz finden. In anderen Ländern werden verschiedene
Größen verwendet. Auch der Umfang kann variieren. Einseitig bedruckte Karten haben den
größten Einsatz. Jedoch gibt es auch zweiseitig bedruckte oder auch vierseitige “Klappkarten”.
Diese haben den Vorteil eine Vielfalt an Informationen darzustellen. Wie zum Beispiel
Anfahrtspläne, Aktionen oder auch weitere Kooperationen mit anderen Unternehmen.
Auch werden häufig Kalender auf Rückseiten gedruckt. Durch die moderne Mittel ist es
heutzutage möglich die schnell ändernden Inhalte auf schnelle und unkomplizierte Weise
abzuändern. Dies wird durch moderne Web-to-Print Lösungen dem Kunden vereinfacht.
Er kann die Inhalte abändern und somit seine neuen Karten nach dem gleichen Aussehen
bestellen. Jedoch zum Beispiel mit einer neuen Telefonnummer. Der Vorteil ist, dass so das
Corporate Design der Karte nicht verändert wird und nicht erneute Satzkosten auf den Kunden
zukommen. Ebenfalls kann durch die Onlinevorschau der Kunde schon im Vorfeld seine
Datenänderung betrachten und diese für den Druck freigeben. Diese Art des Bestellvorganges
erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Auch viele Firmen setzen diese Technik schon heute
ein, um Zeit und somit auch Geld einzusparen. Zu anfangs werden Papierart, Stärke und
Farbigkeit abgestimmt und festgelegt. Ebenfalls werden nur gewisse Felder für den Mitarbeiter
zum Ändern freigegeben. Auch die bestellbaren Stückzahlen werden oft in einer Abhängigkeit
auf die Tätigkeit angepasst. Und natürlich auch damit ein einheitliches
Erscheinungsbild nach außen gegeben ist.

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